Beziehungskrisen stellen einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt dar, insbesondere dann, wenn eine dritte Person die Beziehung gefährdet und dadurch alle vertrauten Muster zu zerbrechen drohen. Sowohl der „Betrogene“ als auch der „Verliebte“ sind in dieser Lebenssituation auf sich alleine gestellt und mit basalen, existentiellen Gefühlen konfrontiert: Verlustängste, Wut und Verzweiflung auf der einen Seite, unerfüllte Sehnsüchte und Schuldgefühle auf der anderen Seite. Die Pole Trennung und Verbundenheit, Einsamkeitsangst und Wunsch nach Verschmelzung sind meiner Erfahrung nach die wichtigsten Kategorien um die unsere Existenz kreist. Sich mit ihnen in einem therapeutischen, haltgebenden Prozess auseinanderzusetzen bietet die einmalige Chance zu neuer Stärke und Klarheit im Umgang mit sich selbst.